Transrotor Dark Star, Plattenspieler

Welche Händler auch in der aktuellen Corona-Krise Transrotor bei Ihnen zuhause präsentieren, erfahren Sie hier

Die wirklich exzellenten Lösungen erlauben ein spartanisches, dem Zweck dienliches Aussehen. Kein Firlefanz, kein Schicki und kein Micki: Obwohl sie auf den ersten Blick daherkommen wie Design-Objekte, zählen die noblen Plattenspieler von Transrotor zur Liga der Komponenten, bei denen die Form der Funktion folgt.

komplett um 5.500 Euro

Die Geschichte der High Fidelity im Allgemeinen und die des Plattenspieler-Baus im Besonderen ist reich an schlechten Kapiteln zum Thema »Netzteile«. Was in der Theorie einfach scheint, holpert und stottert in der Praxis: Bei manchen Laufwerken aus englischer Produktion hofften Fans bestimmter Marken auf neue Netzteile für ihre Dreher – damit der Antriebs-Motor endlich das tun konnte, was er sollte: ruhig und exakt den Riemen auf Soll-Geschwindigkeit zu bringen.

Dreh-Momente Es reicht eben nicht, den Plattenteller dreiunddreißig-ein-Drittel Mal in der Minute im Kreise zu drehen, es kommt auch darauf an, wie diese Pflicht gemeistert wird. Darüber muss sich überhaupt keine Gedanken machen, wer sich für einen echten Transrotor entschieden hat. So wie für das Modell »Dark Star Silver Shadow«, das als reinrassiges Laufwerk ohne Accessoires wie Tonarm und Abtaster um 3000 Euro kostet. Sofern nicht bereits vorhanden, lohnt es, Tonarm und MC-System gleich mit zu ordern, weil sie dann deutlich günstiger als bei einem Einzelkauf zu erstehen sind. Wir entschieden uns übrigens für den filigranen und gleichwohl stabilen Tonarm SME 2 in der »kurzen« 9-Zoll-Version sowie für den Abtaster »Transrotor Merlo« .

Eine Kombination mit Anspruch, aber immer noch mit Bodenhaftung. Wer Trans-rotor kennt, der weiß, dass es nach »oben« kaum Limits gibt. Das »begreiflich Schöne« daran : Dass die großen Monumental-Skulpturen, diese analogen Altäre von Transrotor, nicht nur ultrageil ausschauen, sondern auch so klingen, wird Besitzer kleinerer Drehwerke des Meisters kaum jucken: Das Wesentliche, diesen feinen, sauberen und dennoch emotional anmachenden Fluss in der Musik, diese Selbstverständlichkeit als Wieder-Erkennungs-Merkmal – das ist allen Schöpfungen aus der Edel-Manufaktur gemein. Dafür stehen Jochen und Dirk Räke sowie Lars Hornung und Gerhard Weichler – allesamt Top-Spezialisten in ihren Fachgebieten.

Spinnen im Netz Das Elektronik-Ressort, für das Gerhard Weichler maßgeblich die Verantwortung schultert, offeriert nun diverse Netzteile für den Dark Star. Das teuerste davon kostet an die 1600 Euro – und die Frage sei erlaubt, ob die Aufrüstung wirk- lich Sinn macht. Ja, macht sie. Wenngleich sich auf den ersten Ohrenschein nicht son- derlich viel tut, wenn das jeweils aufwendi- gere Power Supply den Job des Vorgängers übernimmt. Es wäre auch schlimm, wenn die Unterschiede dramatisch ausfielen – dann wäre nämlich eines der Netzteile schlicht eine Fehlkonstruktion (… so wie die des eng- lischen – also nicht schottischen (!) – Plat.tenspielers aus den späten 1980er Jahren).

Das Einstiegs-Produkt von Transrotor leistet sich keine Patzer, erfüllt die Aufgabe absolut untadelig. Was die Aufbau-Varianten an kleinen, aber immer nachvollziehbaren Fortschritten erzielen, dürfte derjenige, der sich daran gewöhnt hat, nie mehr missen wollen : Mehr Körper, bessere Klangfarben? Nein, das war es nicht unbedingt – vielmehr ein besseres, da natürlicheres, authentischeres Nachzeichnen von Instrumenten und insbesondere Stimmen.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, benötigt ein analog »tickender« High-Ender vielleicht ein Wochenende. Vorsicht : Wer samstags beispielsweise das »FMD« anschließt und damit bis Sonntagabend hört, dann wieder aufs bisherige Netzteil wechselt, dürfte am darauffolgenden Montag seinen Händler konsultieren und das FMD kaufen. So gigantisch groß und wichtig können kleine Unterschiede werden: Sie zu erkennen, richtig zu bewerten und die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen, ist es doch, was »unser« Hobby, unsere Leidenschaft nährt.

Der Transrotor Dark Star Silver Shadow ist eine absolute Empfehlung, eine Anschaf- fung fürs Leben – und somit – ganz objektiv seinen Preis wert, also im besten Sinne preiswert.

Überzeugen konnte auch die Konfiguration aus SME-Tonarm und Merlo-Abtaster – wer eine noch stabilere Abbildung wünscht, muss (leider) bedeutend tiefer ins Porte- monnaie langen, um ein Präzisions-Wunder wie den Tonarm SME V zu erwerben. Dass der Dark Star auch diesem analogen Meilen- stein ein adäquater Partner sein dürfte, steht außer Frage. Die richtig guten Dinge, die passen einfach genial zusammen und lohnen jeden Euro, den sie kosteten.

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