Dynaudio Music 3, Streaming-Lautsprecher

Wireless-Multi-Room und Streaming-Audio können so einfach sein. Das Music 3 ist eine Perle in der neuen WLAN-Boxen-Reihe von Dynaudio. Es bietet praxisgerechte Funktionen, wohnraumfreundliches skandinavisches Design und klingt richtig erwachsen. Mit seiner App schneidert es sogar Playlists nach dem Geschmack seines Benutzers. 

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von Stefan Schickedanz

Kostenpunkt für das komfortable Musik 3: 650 Euro

Mit seinem flauschigen Woll-Bezugsstoff sieht das Dynaudio Music 3 noch edler aus als die japanischen Mitbewerber von Denon oder Yamaha. Und auch technisch weist der kleine, feine Drahtlos-Lautspre-cher zahlreiche Besonderheiten auf. Doch anders als so oft in der UE-Branche liegt deren Reiz nicht in der schieren Anzahl oder Komplexität bestimmter Features. Es ist vielmehr das benutzerfreundliche Gesamtkonzept dahinter. Hier gilt der Spruch: das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile. Schon gleich bei der Inbetriebnahme spürt man, dass die neue Music-Serie weniger vom Ehrgeiz getrieben ist, neue Technolo- gien zur Anwendung zu bringen. Man spürt das für »Otto Normalverbraucher« maßgeschneiderte Gesamtkonzept.

Das beginnt damit, dass dem Dynaudio Music 3 eine Infrarot-Fernbedienung bei- liegt. Und wir reden hier nicht von einer billigen, verschleißanfälligen im Scheckkartenformat, sondern von einem richtigen Kontrollstab. Gleichzeitig bieten die Dänen die kostenlose Music App für iOS und And- roid zum Download an. Und die macht gleich nach dem ersten Start mächtig auf Nutzer-Versteher. Sie führt eine clevere Befragung durch, um die Präferenzen des Besitzers zu analysieren. Das Ziel dahinter ist das Herauskristallisieren der persönli- chen Lieblings-Musiker und die Festlegung bevorzugter Genres. Mit diesem persönlichen Musikprofil kann das Dynaudio Music 3 anschließend automatische Playlists erstellen, um passende Musik von den integrierten Musikdiensten wie Tidal oder Spotify zu servieren.

Doch mit solchen smarten Software-Tricksereien erschöpft sich das Kreativitätspotenzial der Entwickler noch lange nicht. Gerade bei der Hardware betrieb Dynaudio erheblichen Aufwand, mit dem Ziel, den perfekten Lautsprecher für eine Reihe von Anwendungen zu kreieren. Die innovativsten Lösungen verstecken sich hinter zwei Begriffen: Room- Adapt sorgt dafür, dass sich der Lautsprecher über das integrierte Mikrofon selbstständig an die Raumakustik und seine Position anpasst. Damit folgt der skandinavische Lautsprecher-Spezialist dem Vorbild von Apples HomePod, der ebenfalls immer mithört, ob das, was hinten herauskommt, auch möglichst nahe an dem liegt, was vorne ein- gespeist wird. NoiseAdapt passt die Wiedergabelautstärke in den einzelnen Frequenzbereichen an die Umgebungsgeräusche an. Wenn es also mal laut wird im Haushalt, muss die Musikwiedergabe nicht darunter leiden. Solche Funktionen kannte man bis- her von Auto-HiFi zur Kompensation von Fahrgeräuschen. Beide Funktionen lassen sich in der App für alle Fälle deaktivieren. Mit seinen Adapt-Technologien soll das Dyn- audio Music 3 die Stärken seiner hochwertigen Treiber unter allen Umständen maximal ausspielen können. Auf jeder Seite der 40,5 cm breiten Schallwand sitzt ein 2,5-cm-Gewebekalotten-Hochtöner, der von einem 12,7-cm-Tieftöner unter- stützt wird. Wer sein Zuhause verlässt, kann den 3,7 kg schweren Lautsprecher von der Leine lassen. Ohne das eingebaute Netzteil übernimmt ein integrierter Akku die Versorgung für bis zu 8 Stunden. Das Dynaudio Music 3 besitzt einen analogen Mini- Klinken-Eingang, einen USB-Anschluss zum Laden von Smartphones und zur Musikwiedergabe vom iOS-Gerät und es kann über Apple AirPlay, Bluetooth mit aptX oder WLAN streamen. Obendrein besteht die Möglichkeit zum Audio-Streaming von DNLA-kompatiblen UPnP-Servern. Wiedergegeben werden Dateien der Formate MPEG, WAV, AAC, FLAC, WMA, ALAC, Vorbis oder PCM mit Auflösungen bis zu 24-bit/96-kHz. In die Dynaudio App wurde zudem die Unterstüt- zung von Streaming-Diensten wie vTuner, Tidal oder Ximalaya implementiert.

Das Beste kommt aber zum Schluss:

Der Klang ist Spitze. Mit dem Music 3 kann die Musik richtig atmen und der schnelle, präzise und trockene Bass lässt die Konkur- renz in dieser Klasse ziemlich alt aussehen. Wem das noch nicht reicht, der kann zwei 3er als Paar für breite Stereo-Abbildung und mehr Dampf zusammenfügen. Bis auf die nicht leicht erkennbar gekennzeichneten Bedientasten am Gerät gab es nicht das Geringste am, zugegebenermaßen nicht ganz billigen, Dynaudio Music 3 auszusetzen. Einzig jene, die besonders auf Datenschutz bedacht sind, könnten sich daran stören, dass man sich für die Benutzung zuerst in der App mit seinem Facebook- oder Google+-Konto anmelden muss und dann für automatische Programmzusammenstellungen erst einmal detailliert über den Musikgeschmack ausgefragt wird.

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