Burmester B 10, Kompakt-Lautsprecher

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Vorurteile sind dafür da, überwunden zu werden. Zwei sich hartnäckig haltende überführt der Zweiwege- Lautsprecher Burmester B10 gleich mal der Lüge.

Zweiwege-Lautsprecher und für Bumester-Verhältnisse mit 3.900 Euro das Paar günstig.

Kompakte Boxen passen gut zu »kleinen« , also eher mäßig dimensionierten Verstärkern. Quatsch. So ein an Abmessungen moderater Lautsprecher braucht, um in Fahrt zu kommen, Amps mit ordentlich Muskelkraft. Eine Endstufe wie die 036 passt exzellent. Weiter im Text: Kleine Boxen klingen nur in kleinen Zimmern. Stimmt auch nicht, denn die B10 wusste sich auch in größeren Räumen akustisch durchzusetzen.

Dass dieser B10 höchstpersönlich auf den leider viel zu früh verstorbenen Firmengründer Dieter Burmester zurückgeht, erkennt sofort, wer Dieter kannte und seine Einstellung zur High Fidelity: Dynamik, Präzision, Schnelligkeit sind dominierende Attribute des feinen Monitors. Dass er einen knackscharfen Impuls klar umris- sen, bestimmt überraschend und vielleicht sogar »erschreckend« rüberbringt, muss im Pflichtenheft des B10 ziemlich oben ge- standen haben: Die mit starken Magneten und einer eigens produzierten Glasfaser- membran versehenen Tiefmitteltöner bil- den dafür wahrhaft beste Voraussetzungen (wie auch ein Blick auf Zerfallsspektrum oder Wasserfall-Diagramm eindrucksvoll belegt). Pegelfest und streng akkurat thro- nendarüberflinkeRingstrahler,dasGanze ist eingebunden in extrem schwingungs- arme Gehäuse aus 19 Millimeter mitteldichter Faser sowie einer fast 5 Zentimeter dicken Schallwand in Sandwich-Bauweise.

Dass die Bässe via Kippschalter angehoben und mittels Schaumzylinder im Bassreflex-Tunnel auch abgeschwächt werden können, ist praxisgerecht. Mit diesen klei- nen, dem Klang nie abträglichen Tricks lässt sich das Zusammenspiel von Box und Raum ein wenig optimieren.

Die an Abmessungen ach so moderaten B10 wuchsen über sich hinaus, wenn sie im Burmester-Ensemble – wie in dieser Ausgabe – eingebunden waren, sie kletterten noch ein paar Sprossen auf der akustischen Himmelsleiter nach oben, wenn sie mit noch mächtigeren (aber leider auch teureren) Endstufen betrieben wurden – aber sie schrumpften auch auf Normalmaß, wurden sie an der Leine älterer Vollverstärker (Yamaha und Co.) geführt. Und übernahm der betagte Receiver Tandberg TR 2075 die Aufgabe, dann war es um Reiz, Charme und Anmut des Berliner Monitors gesche- hen: In diesem Sinne erwies sich der B10 als eine akustische Lupe. Keine Zicke, eher eine wählerische Diva mit bestem, aber teurem Geschmack.

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