Burmester 099, Vorstufe, D/A-Wandler

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Im Prinzip eine geniale Zentrale der Macht – sofern Ihr Herz für digitale Kost schlägt. Der 099 scheint eine gelungene Synthese aus klassischem Vorverstärker und Digital-Analog-Konverter.

Zentrale der Macht: Preamp und Wandler in einem Gehäuse für 7.900 Euro

Wer also gezielt auf digital sprudelnde Quellen setzt, kann hier mehrere Trümpfe aus dem Ärmel ziehen beziehungsweise entsprechende Geräte andocken: so einen guten CD-Spieler mit Fokus auf dessen Laufwerk oder ein Streaming-Kistchen wie das Elac Discovery, das von Hause aus schon über einen ordentlichen DA-Wandler verfügt, aber bekanntlich ist das Bessere ja Feind des Guten. Oder, noch zwingender, Sie schließen Ihren Rechner via USB an den 099 an. Geht alles. Gewöhnungsbedürftig sind allein die seltsam anmutenden Schnittstellen für analoge Zulieferer: eine Kombination aus Klinken- und XLR-Buchsen. Wer klassisch mit Cinch-Kabeln den 099 bedienen möchte, muss die beigelegten Adapter auf Klinke nutzen, symmetrische Strippen gelangen ohne Umwege in den 099.

Den vielen subjektiven, teilweise blumigen Klangbeschreibungen füge ich gerne eine weitere hinzu. Der 099 ist gut. Er straft all die Zeitgenossen Lügen, die behaupten, Burmester habe eigentlich noch keine richtig gute Vorstufe gebaut. Tatsächlich – aber jetzt mal ultra-subjektiv – glaube ich, dass die Endverstärker von Burmester wesentlich früher als die sie antreibenden Preamps so etwas wie »Welt-Niveau« für sich reklamie- ren durften. Natürlich war, ist und bleibt der legendäre 808 eine Ikone des Vorverstärker- Baus – aber markierte dieses Meisterstück jemals das akustisch Machbare? Aus meiner Sicht und mit meiner Erfahrung : Nein. »Nah dran« trifft es eher.

Ausgereift, präzise, ehrlich Den 099 habe ich in verschiedenen Konfigurationen mit jeweils alternativen Endverstärkern gehört – ich empfehle nachdrücklich, ihn am besten mit einem Pendant aus gleichem gutem Hause zu paaren. Im Verbund mit der ebenso in dieser Ausgabe präsentierten 036 schafft die Kombination sehr gut die Balance zwischen Impulsivität und relax- ter Entspanntheit – in Abhängigkeit von der ein- und aufgespielten Musik. Eine Prä- ferenz für ein musikalisches Genre ließ sich – gottlob – nicht ausmachen: Ob mit Wagner oder in Gefilden subtil auftretender Singer/Songwriter, das Burmester-Gespann bewahrte akribisch Feinheiten der Musik und konnte – wie aus dem Nichts – druckvolle Urgewalten entfesseln. Doch was fehlte, um im Konzert der ganz großen Preamps die erste Geige zu spielen? Objektiv tut er das. Subjektiv definiere ich die Hürden, die er eben nicht so leicht- füßig zu überspringen vermag, härter: Ich erwarte, dass ein Preamp der Sonderklasse mit jedem Pegel ein in sich stimmiges, verlustfreies Klangbild zeichnet – ultraleise wie brachial laut. Das vermochte er zumindest dann, wenn der Pegel extrem gering war, nicht vollends überzeugend. Wie merkt man das? Ganz einfach, der Hörer verspürt den Drang, den Pegelsteller noch einen Tick weiter nach rechts zu drehen. Ähnlich verhält es sich im Grenzbereich der lauten Töne: Um das Nervenkostüm zu schonen, geht der Dreh am Knauf nach links.

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Fazit

die perfekte Ergänzung für Fans der Marke Burmester. Insbesonde re, wenn digitale Quellen auf Referenz-Niveau weiterverarbei- tet werden sollen. Harmoniert bestens mit der Endstufe 036.

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