Burmester 061, CD-Player

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Wie reagieren Ihre Mitmenschen, wenn Sie statt des gerade aktuellen iPhones das Urmodell von anno 2007 ans Ohr halten?

Dreh-Moment: Der 061 für 8.900 Euro

Leute, die um Ihre Affinität zu coolen Apple-Produkten wissen, mutmaßen womöglich, dass Sie bereits den Prototyp des kommenden Nach- folgers in den Händen halten: Die Sicht auf die wirklich guten Dinge ändert sich

mit Spreizung der Zeitspanne. Erst recht in der High Fidelity. Den CD-Player Burmester 061, einen wirklichen Klassiker der Moderne, würdigte Kollege Bernhard Rietschel schon vor über zehn Jahren in der Audio – und da schon war der Spieler längst kein Debütant mehr. Man sollte meinen, dass die Zeit der audiophilen Gemeinde immer bessere Abspielgeräte beschert hätte, aber im Falle des 061 stimmt das nicht.

Eine Philosophie setzt sich durch Der mit einem soliden Laufwerk und einem ausgebufften Abtastraten-Wandler gerüstete Player scheint wie ein Fels in der digitalen Brandung all die hochgejubelten und wieder in Vergessenheit geratenen, meist Marketing-basierten Erfindungen der Zwischenzeit pariert zu haben: Schon mit der ersten ihm anvertrauten CD deutete sich an, weshalb dieser Wahnsinns-Player ein aktuelles Statement ist: Er war Diener der Musik, ein aufmerksamer und untertäniger.

Doch Vorsicht : Man unterstellte dem 061 nach dem Hören vieler CDs womöglich eine bestimmte Charakteristik, beispielsweise eine besonders dynamische Gangart, und mit der nächsten Silberscheibe verblüffte der Player aus Berlin mit einer extrem fein- fühligen, Klangfarben-intensiven Wiedergabe. Der unberechenbare 061! Wenn man meinte, ihn entlarvt zu haben, konterte er stets mit einer musikalisch unerwarteten Überraschung. In seinem Element mit der guten alten CD, auf jeden Fall überzeugend als Digital-analog-Wandler für externe Ge- rätschaften über Streamer bis hin zum Rechner. Ein Jahrhundert-Gerät, wie weiland ein Nakamichi Dragon, eine Revox A77 oder ein Tuner von Klein und Hummel.

In der hauseigenen Formation lieferte der 061 eine überzeugende Performance, er empfahl sich aber durchaus für noch höhere Aufgaben. Im Verbund mit diversen Top-Komponenten auf sprichwörtlichem Referenz-Niveau (unter anderem der Kombination Stern/Heisenberg von Audionet mit Lautsprechern Bowers & Wilkins 800 D3) nagte nie der Zweifel, dass eine andere Quelle – unbeschadet ihres Preises – noch »reiner« auftrumpfen könnte. Will sagen: Der 061 ist kein Reisebegleiter auf dem Weg zum High-End-Olymp, er ist bereits dort angekommen.

Wie stellt man das eigentlich fest? Im Store, beim Händler? Übers Wochenende mit einem geliehenen 061? Wahrscheinlich nicht. Was Sie benötigen, sind Zeit, möglichst viele Tonträger und die Muße, sich darauf einzulassen. Dass ich persönlich mit dem Burmester 061 die digitale »Reiseflughöhe« erreicht hatte, dämmerte mir nach dessen Desintegration aus den heimischen Anlagen : Du hörst weniger, du hörst tendenziell eher mit geringeren Pegeln. Das Selbst- verständliche oder das Richtige weißt du erst umfassend zu schätzen, wenn es nicht mehr da ist.

Fazit

Take That. Wenn das Geld reicht, die CD-Sammlung opulent und die Lust auf Musik nicht zu bremsen ist, wird dieser ungewöhnliche CD-Player bis ans Ende der Tage richtig sein.

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