Burmester 036, Stereo-Endstufe

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Also, Sie treffen auf drei Menschen mit unterschiedlichem Körperbau : Der eine ist fit wie der besagte Turnschuh, durchtrainiert, kein Gramm Fett zu viel, aber auch keins zu wenig. Ach ja, der andere hingegen : träge, übergewichtig und schwitzend. Und der Dritte im Bunde: Typ Bodybuilder, überall Muckis, kann vor Kraft kaum laufen. Na, wer ist der Schönste, der Attraktivste?

Potente Erscheinung: Die Endstufe 036 zum Preis von 7.500 Euro

Was beim Menschen sonnenklar ist, verklärt – Achtung: Vergleich! – sich mit Endstufen, Kraftverstärkern. Da stehen wir staunend und bewundernd vor gigantischen Transistoren-Gräbern. Oder beklatschen diverse heiße Röhrenträume, die viel Strom aufnehmen, aber nur Leistung in homöopathischen Döschen verabreichen. Sorry, aber die wahre Schönheit kann sich doch nur dann einstellen, wenn die Ressourcen geschont werden und der Einsatz optimal vorbereitet ist. Die 036, die ausschaut wie eine abgeschnittene Scheibe der Endstufen 911 oder gar 909, bringt – wenn die Peripherie stimmt – genau die rechte Mischung aus Leistung, Feinsinn und Auflösung mit. In schätzungsweise 98 Prozent aller aktuellen Lautsprecher reicht die 036 nicht nur voll- kommen aus, sie dürfte dank ihres leichtfüßigen Antritts gegenüber den Dickschiffen, allen voran die turmhohe 909, sogar akustische Überlegenheit zeigen. Ich würde nicht widersprechen, wenn man mir sagt, die 036 sei womöglich die am besten klingende Endstufe aus Berlin. Also Perfektion in Reinkultur?

Stille Nacht? Verglichen mit diversen anderen Verstärkern, insbesondere denen von Accuphase, aber auch von Audionet, T+A oder selbst Audio Research, verhielten sich Endstufen von Burmester im Leerlauf nicht wirklich optimal: Stets konstatierte ich einen leichten, aber wahrnehmbaren Brumm. Das mag viele High Ender nicht unbedingt stö- ren – mich schon. Und, wie klang die 036 im Normalbetrieb? Die ehrliche Antwort mag ernüchtern: So, wie es der Vorverstärker zuließ – mit einem eher müde abgestimmten ebenso schläfrig, aber mit einem Oldie-Traum wie der Cello Audio Suite absolut der Preamp-Legende würdig: schnell, präzise, facettenreich, atemberaubend. Nein, nicht kühl, wie oftmals Geräten von Burmes- ter unterstellt wird. Im besten und ehrlichs- ten Sinn des Wortes zeigte die 036 ein gigan- tisches Potenzial. Mit welchem Lautsprecher? Am besten mit ausgewachsenen Standlaut- sprechern aus aktuelleren Produktionen, ob von B&W, Dali, Canton, Quadral und Co. Wer auf Exoten steht, greift ohnehin zu Komponenten von Burmester, um sie zu befeuern.

Fazit:

Wer wirklich mehr Geld für eine Endstufe ausgeben will, benötigt schon verdammt gute Argumente: Ein extrem wirkungsgrad schwacher Lautsprecher könnte eins liefern.

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